Die Füße im Sand und den Kopf in den Wolken, dazwischen jede Menge Meer. Wir sind nun schon eine ganze weile in Puerto Escondido, dem Surf-Paradies an der mexikanischen Pazifikküste. Wir haben eine von Palmen beschattete Cabaña (Bungalow) mit direktem Blick aufs Meer, davor zwei Hängematten und einer leichten Briese die uns erfrischt. Das Hostel heißt „Buena Onda“, was soviel bedeutet wie „good vibrations“ und das Versprechen wird eingehalten. Hier wollen wir nun einige Tage verbringen und uns von den Strapazen der Reisen der letzten Wochen erholen.
Nach unserem Aufenthalt in Tikal fuhren wir weiter nach Belize, genauer gesagt nach Caye Caulker. Von Flores ging es per Mini-Bus direkt bis nach Belize-City und von dort mit Wassertaxi auf das Atoll. Nachdem es in Guatemala eigentlich fast jeden Tag geregnet hatte, was es die reinste Erholung an der Karibik kristall-blaues Wasser unter strahlend-blauem Himmel zu finden. Nach einer kleinen Enttäuschung, dass es nur einen Badestrand auf der Insel gab, ließen wir uns dennoch in „Tina´s Hostel“ nieder und machten uns auf einen Rundgang über die Insel. Entlang der zwei Hauptsandstraßen befinden sich farbige Holzhütten in denen sich Bars, Cafés, Restaurants und Reiseagenturen befinden, die Schnorchel und Tauchausflüge anbieten. Bei der Agentur „Ragga Muffin“ buchten wir dann auch für den folgenden Tag einen Schnorchel-Tagesausflug zum Hol Chan Reservat. Danach liehen wir uns Schnorchel und Taucherbrille und gingen auf Entdeckungstour am Strand. Tatsächlich gab es einiges zu sehen, neben kleinen Fischen, Muscheln und Seeigeln, haben wir sogar ein Seepferdchen entdeckt. Abends gab es dann Spaghetti mit Garnelen und dazu ein kühles Bier.
Am nächsten Morgen ging es dann per Segelboot, der „Ragga Queen“, zum Schorcheln. Drei Stopps und Tauchgänge später hatten wir Rochen, Manatís (Seekühe), Ammenhaie, riesige Barsche, Papageifische, Schildkröten und die prächtige Unterwasserwelt des Riffs aus nächster Nähe gesehen. Dazwischen wurden wir mit frischem Obst, Fischburger, Wasser, Saft, Caviche sowie zum Abschluss mit Rum-Punch versorgt. Nach ein paar Punch kamen wir gut angeheitert zurück nach Caye Caulker. An der Strandbar „Lazy Lizard“ ließen wir bei ein paar Bier während wir im Sonnenuntergang am Ufer planschten einen gelungen Tag ausklingen. Einen schmerzlichen Abschluss hatte der Abend dennoch, denn Ilona wurde am Bein von einer Feuerqualle gestreift und erlitt eine heftige Reizung am Oberschenkel.
Am folgenden Tag liehen wir uns ein Kayak und umrundeten die Insel. Unser versuch das Riff zu erreichen wurde leider unterbunden, da man nur mit Genehmigung oder in Begleitung das Reservat befahren bzw. beschnorcheln darf. Da eine leichte Briese wehte bastelte ich aus unserem Strandtuch und einem unserer Paddel ein Segel und so konnten wir die hälfte der Inselumrundung mit Windkraft vollziehen. Danach mussten wir aber leider gegen den Wind paddeln. Schön war es dennoch und am Ende saßen wir erneut im Lazy Lizard bei Bier und fantastischem Sonnenuntergang.
Caye Caulker ist ein kleines Paradies, allerdings sollte man sich unbedingt Mückenspray mitbringen, denn egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, wird man ständig von diesen lästigen Zeitgenossen attackiert.
Am nächsten Morgen begann unser Gewaltmarsch nach Puerto Escondido. Mit dem Wassertaxi nach Belize-City, von dort mit dem Bus nach Chetumal (MEX) mit anschließendem Nachtbus nach San Cristobal de las Casas. Einer wunderschönen Kolonialstadt mit Fußgängerzonen, Cafés, Restaurants und zwei großen Märkten für regionale Handwerkskunst und Nahrungsmitteln, in dem wir den ganzen Tag herumflanierten. Um 22 Uhr ging es eine weitere unbequeme Nacht weiter bis Puerto Escondido mit abschließendem Ziel „Buena Onda“.










