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Das Motto - go slow

Das Motto - go slow

Die Füße im Sand und den Kopf in den Wolken, dazwischen jede Menge Meer. Wir sind nun schon eine ganze weile in Puerto Escondido, dem Surf-Paradies an der mexikanischen Pazifikküste. Wir haben eine von Palmen beschattete Cabaña (Bungalow) mit direktem Blick aufs Meer, davor zwei Hängematten und einer leichten Briese die uns erfrischt. Das Hostel heißt „Buena Onda“, was soviel bedeutet wie „good vibrations“ und das Versprechen wird eingehalten. Hier wollen wir nun einige Tage verbringen und uns von den Strapazen der Reisen der letzten Wochen erholen.
Caye Caulker - Hauptstraße

Caye Caulker - Hauptstraße


Typisches Haus

Typisches Haus

Nach unserem Aufenthalt in Tikal fuhren wir weiter nach Belize, genauer gesagt nach Caye Caulker. Von Flores ging es per Mini-Bus direkt bis nach Belize-City und von dort mit Wassertaxi auf das Atoll. Nachdem es in Guatemala eigentlich fast jeden Tag geregnet hatte, was es die reinste Erholung an der Karibik kristall-blaues Wasser unter strahlend-blauem Himmel zu finden. Nach einer kleinen Enttäuschung, dass es nur einen Badestrand auf der Insel gab, ließen wir uns dennoch in „Tina´s Hostel“ nieder und machten uns auf einen Rundgang über die Insel. Entlang der zwei Hauptsandstraßen befinden sich farbige Holzhütten in denen sich Bars, Cafés, Restaurants und Reiseagenturen befinden, die Schnorchel und Tauchausflüge anbieten. Bei der Agentur „Ragga Muffin“ buchten wir dann auch für den folgenden Tag einen Schnorchel-Tagesausflug zum Hol Chan Reservat. Danach liehen wir uns Schnorchel und Taucherbrille und gingen auf Entdeckungstour am Strand. Tatsächlich gab es einiges zu sehen, neben kleinen Fischen, Muscheln und Seeigeln, haben wir sogar ein Seepferdchen entdeckt. Abends gab es dann Spaghetti mit Garnelen und dazu ein kühles Bier.
Caye Caulker - SunSet

Caye Caulker - SunSet


Ragga Queen

Ragga Queen

Am nächsten Morgen ging es dann per Segelboot, der „Ragga Queen“, zum Schorcheln. Drei Stopps und Tauchgänge später hatten wir Rochen, Manatís (Seekühe), Ammenhaie, riesige Barsche, Papageifische, Schildkröten und die prächtige Unterwasserwelt des Riffs aus nächster Nähe gesehen. Dazwischen wurden wir mit frischem Obst, Fischburger, Wasser, Saft, Caviche sowie zum Abschluss mit Rum-Punch versorgt. Nach ein paar Punch kamen wir gut angeheitert zurück nach Caye Caulker. An der Strandbar „Lazy Lizard“ ließen wir bei ein paar Bier während wir im Sonnenuntergang am Ufer planschten einen gelungen Tag ausklingen. Einen schmerzlichen Abschluss hatte der Abend dennoch, denn Ilona wurde am Bein von einer Feuerqualle gestreift und erlitt eine heftige Reizung am Oberschenkel.
Qualle tut weh...

Qualle tut weh...


Kayak

Kayak

Am folgenden Tag liehen wir uns ein Kayak und umrundeten die Insel. Unser versuch das Riff zu erreichen wurde leider unterbunden, da man nur mit Genehmigung oder in Begleitung das Reservat befahren bzw. beschnorcheln darf. Da eine leichte Briese wehte bastelte ich aus unserem Strandtuch und einem unserer Paddel ein Segel und so konnten wir die hälfte der Inselumrundung mit Windkraft vollziehen. Danach mussten wir aber leider gegen den Wind paddeln. Schön war es dennoch und am Ende saßen wir erneut im Lazy Lizard bei Bier und fantastischem Sonnenuntergang.
Chillout @ Lazy Lizard´s

Chillout @ Lazy Lizard´s


Caye Caulker ist ein kleines Paradies, allerdings sollte man sich unbedingt Mückenspray mitbringen, denn egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, wird man ständig von diesen lästigen Zeitgenossen attackiert.
Mercado in San Cristobal

Mercado in San Cristobal

Am nächsten Morgen begann unser Gewaltmarsch nach Puerto Escondido. Mit dem Wassertaxi nach Belize-City, von dort mit dem Bus nach Chetumal (MEX) mit anschließendem Nachtbus nach San Cristobal de las Casas. Einer wunderschönen Kolonialstadt mit Fußgängerzonen, Cafés, Restaurants und zwei großen Märkten für regionale Handwerkskunst und Nahrungsmitteln, in dem wir den ganzen Tag herumflanierten. Um 22 Uhr ging es eine weitere unbequeme Nacht weiter bis Puerto Escondido mit abschließendem Ziel „Buena Onda“.
Bis bald...

Bis bald...

Reisegefährten

Reisegefährten

Wenn man reist begegnet man vielen Leuten, meistens sind es andere Reisende die man kennenlernt. Man tauscht sich aus, wo man schon war und wo man hin will. Interessant ist, dass man das Gespräch fast immer mit der Frage eröffnet: „Where are you from?“ Erst später im Laufe des Gesprächs, wenn Sympathien entstanden sind, erkundigt man sich nach dem Namen. So erfährt man den Namen von so manchem unfreiwilligen Reisegefährten, dem man in diesem und jenem Hostel wieder über den Weg läuft, nie; obwohl man doch bestens über seine Reisepläne unterrichtet ist. Auf der offensichtlich typischsten Route durch Guatemala, von Antigua über Semuc Champey nach Tikal, hatten wir viele solcher Reisegefährten.
Unsere Route hat mir ein wunderschönes Land näher gebracht, mit viel Regen und wenig Sonne.
Antigua
Patio in Antigua

Patio in Antigua


In dieser wunderschönen Kolonialstadt kann man gut und gerne länger verweilen. Sie lädt ein durch ihre Gässchen zu flanieren und die wunderschönen Patios zu erkunden, in den Cafés und Bars einen Licuado (Shake) aus frischem Obst zu genießen oder den Pacaya Vulkan in der Umgebung zu besuchen.
Pacaya Vulkan

Pacaya Vulkan


Besonders spektakulär empfand ich letzteres, insbesondere da es einen Tag nach unserem Besuch zu einem Ausbruch besagten Vulkans kam, der Guatemala-City und die Umgebung lahmlegte. Während unseres Ausflugs wurde uns gesagt, dass wir einen sehr guten Tag erwischt hätten für einen Besuch, da besonders viel Lava an den Hängen hinunterlief. Den ganzen Tag über hingen die Wolken tief über dem Gipfel von Pacaya, doch als wir ankamen zogen sie ab und wir konnten beobachten wie Lava und Asche aus dem Vulkan gespuckt wurden. Es empfiehlt sich für den Ausflug, gute Schuhe zu tragen und eine Taschenlampe für den Abstieg dabei zu haben. Am nächsten Morgen nach unserem Abenteuer am Pacaya reisten wir in aller Frühe nach Semuc Champey, dem wohl schönsten Ort, den ich auf der gesamten Reise gesehen habe.
Semuc Champey
Blick vom mirador auf Semuc Champey

Blick vom mirador auf Semuc Champey


Wenn man nach Semuc Champey reist sollte man unbedingt im Hostal El Portal unterkommen. Nur 50 meter von dem eigentlichen Naturschauspiel entfernt ist es ein Öko-Resort, dass zwar einfach aber liebevoll in die Umgebung eingefügt wurde. Die Bungalows liegen am Hang mit Ausblick auf den Fluss Coban, der sich während der Regenzeit laut und reißend durch sein Bett pflügt. In Semuc Champey verschwindet der Coban laut Tosend unter der Erde, um 300m weiter wieder geräuschvoll aufzutauchen. An Stelle des verschundenen Flusses findet man durch Bergbäche gespeiste Pools mit glasklarem, türkisenem Wasser in denen man Baden und relaxen kann.
Der Coban fließt unter die Erde

Der Coban fließt unter die Erde


Auch die Bergbäche ergießen sich teilweise aus unterirdischen Höhlen, die man besichtigen kann… wobei besichtigen der falsche Ausdruck an dieser Stelle ist. Die Flip-Flops werden einem mit Schüren an die Füße gebunden und mit einer Kerze ausgestattet macht man sich auf den Weg, um die Höhle gegen reißende Strömungen schwimmend, kriechend und kletternd zu erforschen. Nach einer glücklichen Rückkehr aus der Unterwelt möchte man am liebsten gleich noch einmal in ein solches Abenteuer starten.
Hostal El Portal

Hostal El Portal


Von Semuc Champey führte uns unser Weg nach Flores, der Hauptstadt des nördlichsten Departmento El Petén und beliebter Ausgangsort um Tikal zu besuchen.
Tikal
Tempel I in Tikal

Tempel I in Tikal

Tikal ist eine antike Stadt der Maya in den Regenwäldern des Petén im nördlichen Guatemala. Sie war eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und ist eine der am besten erforschten Maya-Städte. Die ersten Siedlungsspuren reichen ins frühe 1. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 2. Jahrhundert begann die eigentliche städtische Entwicklung mit der Errichtung von Tempeln, Stelen und Palast-Tempel-Komplexen. Ein erster Höhepunkt wurde im 5. Jahrhundert erreicht, als eine mächtige Herrscherdynastie einen Kleinstaat nach dem anderen in der Nachbarschaft unterwarf und zu Vasallenkönigreichen machte, woraus ein langjähriger Konflikt mit dem mächtigen Nachbarstaat Calakmul entstand. Einen zweiten Höhepunkt erlebte Tikal im 8. Jahrhundert, nachdem Calakmul als Rivale besiegt worden war. Im frühen 9. Jahrhundert schwand die Macht von Tikal, die Bautätigkeit hörte auf. Spätestens im 10. Jahrhundert war die Stadt vollständig verlassen. (Vgl. Wikipedia) Auf dem Gelände lassen sich neben den Ruinen auch eine Menge Tiere beobachten, wie Kolibiris, Affen, Tucans, Spinnen (s.o.) und Meerkatzen.
Meerkatze

Meerkatze


Wer von Flores einen Ausflug nach Tikal plant, sollte am Besten nur den Transfer buchen und sich vor Ort einen Guide suchen. Die örtlichen Agenturen schlagen immer noch einen Aufschlag für ihren Service drauf. Grundsätzlich arbeiten alle Hostels mit den örtlichen Agenturen zusammen und so können Ausflüge und Transfers bequem direkt an der Rezeption gebucht werden.
Wie wir gehört haben ist in Guatemala der Ausnahmezustand ausgerufen worden und über 60 Menschen sind dem Hurrican Agatha zum Opfer gefallen. Doch genau wie beim Pacaya Vulkan haben wir gerade rechtzeitg die Gefahrenzone verlassen um vollkommen unbeheligt von den Naturgewalten unsere Reise fortzusetzen. Morgen soll es nun weiter nach Belize gehen und wir hoffen auf ein paar erholsame Tage an der Karibik mit Schnorcheln, Chillen und Lesen auf Caye Caulker.

Inzwischen ist einige Zeit ins Land geflossen und wir haben Nicaragua verlassen, El Salvador passiert und Guatemala erreicht. Da es uns vorher nicht vergönnt war ein Hostel mit WiFi zu finden, habe ich erst jetzt Gelegenheit etwas ausführlicher über die letzten 10 Tagen zu berichten.
In León haben wir zwei schöne, aber relativ ereignislose Tage verbracht. Die Stadt bietet wenig Höhepunkte und bis auf den Rummel um die Kathedrale ist wenig Sehenswertes zu entdecken. Dagegen haben wir ein sehr sympathisches Hostel gefunden, geführt von einem palästinensischen Pärchen, dass die letzten 20 Jahre in Madrid gelebt hat und nun im Rentendasein einen neuen Lebensabschnitt eröffnet, mit einem Hostel in Nicaragua. Tolle Lebensgeschichte! Eigentlich wollten wir gar nicht in ihrem „Hostal Madrid“ bleiben, aber dann haben sie sich so um uns bemüht, dass ihr Charme uns überzeugt hat.

Hostal Madrid

Hostal Madrid


Von León ging es mit dem Tica-Bus direkt durch Honduras nach El Salvador. Mitten in der Nacht kamen wir an und konnten direkt im Hotel San Carlos am Tica-Busbahnhof übernachten. San Salvador gilt nicht gerade als eine ungefährliche Stadt und daher ist es sicherlich wenig ratsam mitten in der Nacht auf der Suche nach einem Hostel umherzuirren.
Am nächsten Morgen brachen wir dann nach La Libertad auf und fanden schnell in Playa La Paz ein angenehmes Zimmer im Hostal Los Amigos.
La Paz

La Paz


Nach kurzer Suche konnte ich einem Local auch ein Surfboard für 60 $ abkaufen. Es ist zwar nicht im besten Zustand, war aber dennoch ein guter Kauf, wie ich nach einer abendlichen Surfsession feststellen konnte.
Von La Paz unternahmen wir Ausflüge nach El Zonte, Zunsal und El Tunco. In letzterem, einem süßen kleinen Surfdorf, lief in einer Bar die Live-Übertragung des Champions-League-Finales. So konnten wir unter einem Palmendach mit Blick über den Pazifik auf einem fetten Flatscreen, die Niederlage des FC´s live mitverfolgen. Das lässt Vorfreude auf die bevorstehende WM aufkommen. Nebenbei haben wir uns in die angrenzenden Luxusressorts eingeschlichen, in den Pools gebadet und gratis das Luxusleben genossen.
El Dorado Surfcam in El Zonte

El Dorado Surfcam in El Zonte


Am Sonntagabend sind wir nach San Salvador zurück, haben erneut im Hotel San Carlos übernachtet und haben die Umgebung erkundet. Nach einiger Zeit am Strand wirkt eine Großstadt immer überwältigend: laut, voll und stinkend. Dennoch empfand ich die Stadt nicht so bedrohlich, wie sie immer dargestellt wird. Letztlich werden mögliche Gefahren auch immer durch das eigene Verhalten bestimmt.
Inzwischen sind wir in Antigua: eine tolle kleine Stadt mit ausgezeichneter touristischer Infrastruktur. Man fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Die kleinen Gassen, in denen man charmante Cafés und verführerisch günstige Souvenir-Shops findet, laden zum flanieren ein. Gerne verweilt man im Central Park und lässt seinen Blick über das Getümmel schweifen oder verläuft sich in dem riesigen Mercado direkt gegenüber unserem Hostel „A Good Place To Stay“.
Im Rainbow-Café in Antigua

Im Rainbow-Café in Antigua

Nach einiger Zeit der Internetabwesenheit sind wir nun in León im Norden Nicaraguas und haben das süße „Hostal Madrid“ mit W-Lan gefunden. So kann  ich nun in Ruhe über die Geschehnisse der letzten Woche berichten.
Zunächst ging es von Samara nach Nosara, genauer gesagt zur Playa Guiones. Nach einem unerbittlichen Marsch mit vollem Gepäck  unter der Mittagssonne entschieden wir uns für das Hostel „Kaya Sol“. Ein wunderschönes Areal mit Swimmingpool, zumal wir Glück hatten und ein 6-er Dorm mit eigener Küche und Bad für uns allein hatten.  Abends und morgens gab es perfekte Surfbedingungen mit 4-6 Fuß hohen Wellen und Tagsüber verbrachten wir den  Tag am Pool mit lesen, schlafen, chillen… Es fiel schwer uns Loszureißen, aber letztlich mussten wir uns eingestehen, dass Costa Rica auf Dauer zu Teuer wurde.

Kaya Sol

Kaya Sol


Also ging es nach Nicaragua… Nach dem wir eine Eintrittsgebühr von 6$ p.P. gezahlt hatten, fuhren wir zunächst nach San Juan del Sur. Ein entzückendes kleines Fischerstädtchen mit kleinen bunten Häusern und angenehmer touristischer Infrastruktur. Per Transitbus konnte man Playa Madera erreichen und in einer kleinen Bucht, kleine aber feine Wellen genießen. Abends gab es dann gegrilltes Hühnchen und dazu kaltes Bier.
San Juan del Sur

San Juan del Sur


Grundsätzlich ist Nicaragua ganz anders als Costa Rica. Man spürt schon, dass das Land ärmer ist und die Infrastruktur schlechter, aber dafür wirkt Nicaragua echter und weniger beeinflusst von den USA. In Costa Rica läuft überall amerikanische Musik, die Menschen sprechen einen Grundsätzlich auf English an und das ganze Land wimmelt nur so von „Gringos“.  Dagegen wirkt Nicaragua natürlicher und erfüllt eher die Erwartungen an ein typisches Central Amerikanisches Land.
Übliche Busse in Nicaragua

Übliche Busse in Nicaragua


Per amerikanischen Schulbus ging es von San Juan weiter nach Playa Popoyo. Eine kleine Gemeinschaft von Häusern entlang eines, wegen seines Surfspots bekannten, Strandes. Indess hatten wir nicht mit der geringen Infrastruktur vor Ort gerechnet und so war der nächste Geldautomat 2 Stunden Busfahrt zurück entfernt. Wir zählten unser knappes Bargeld, suchten uns ein billiges Hostel und kauften in der einzigen Pulperia (so was wie ein kleiner Späti) einige Kleinigkeiten um ein Pasta-Abendessen zu zaubern. Das Hostel „Popoyo Loco“ ist eine charmante Unterkunft, die von einem Italiener namens Paolo geführt wird. Alles ist sehr einfach gehalten, dafür aber sehr Preiswert. An der Flussmündung am Strand lief indes eine fette Welle (10 ft). Ein bisschen beklommen paddelte ich raus und hatte gleich Glück eine zu erwischen. Leider hatte ich bei meiner zweiten Welle weniger Glück und zerbrach mein Board. Somit stand fest, dass wir am nächsten Tag wegen Geldmangel und der Suche nach einem neuen Board weiterziehen mussten.
Pochomil

Pochomil


Am nächsten morgen überquerten wir um 7 Uhr bei Ebbe mit unserem Gepäck den Fluss und liefen durch die Lagunen und die Salinen in ca. 20 Minuten bis nach Las Salinas. Von dort kamen wir per Anhalter bis nach Rivas, um von dort mit einem weiteren amerikanischen Schulbus via Managua nach Pochomil zu fahren.  Nach 7 Stunden Reise kamen wir in einer Geisterstadt an. Nicht dass die Ortschaft ausgestorben gewesen wäre, aber es Reihten sich entlang des Strandes ein Restaurant an das andere, ohne dass weit und breit ein Tourist zu sehen wäre. Wir nahmen zunächst ein überteuertes Mahl zu uns und suchten uns eine Unterkunft. Bei Johana fanden wir ein schäbiges Zimmer ohne funktionierendes Klo…Die  Toiletten sind in diesem Land eine echte Herausforderung! Wir tranken einfach eine Menge Bier und fielen in traumlosen Schlaf. Am nächsten morgen lernte ich die örtlichen Surfer kennen und zusammen machten wir uns auf die Suche nach einem Board. Leider war auch dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt.
Einsam in Pochomil

Einsam in Pochomil


So reisten wir wieder zurück nach Managua und via León nach Las Peñitas. Einem kleinen Strandörtchen mit Cafés, Hostels und Restaurants entlang der Uferpromenade. Nach einem kleinen Marsch durch den Regen (hier hat Regen seinen Namen wahrlich verdient) kamen wir im Hostal Oasis unter. Zwei entspannte Standtage mit mittelmäßigen Surfbedingungen später sitzen wir nun 20 Km weiter in León und explorieren den Charme dieser Kolonialstadt.

Sámara

Nach einer kurzen aber teuren Reise mit dem Mini-Bus von Santa Teresa (siehe Ilos Blog), sind wir nun in Sámara. Hier in der von deutschen geführten Villa Kunterbunt ist es Paradiesisch. Das liebevoll geführte Hostel liegt direkt am Starnd an dem kleine Wellen zum surfen einladen. Riesige Iguanas huschen über das Grundstück und von meinem „Büro“ habe ich eine grandiose Aussicht über die Bucht von Sámara. Leider bin ich mit der Sonne noch auf Kriegsfuß und muss aufpassen, dass ich nicht noch röter werde, als ich schon bin.

"Büro"

"Büro"

Nebenan haben wir eine Fischer entdeckt der uns sehr günstig Fisch verkauft und so haben wir die letzten Abenden immer frischen Fisch auf dem Tisch gehabt… lecker!

Heute reisen wir weiter nach Nosara um zur Playa Guiones zu gelangen. Das wird wohl unser letzter Stopp in Costa Rica werden… leider ist die Halbinsel Nicoya relativ teuer und wir müssen in Zukunft besser auf unser Budget achten.

Santa Teresa

Nun bin ich in Costa Rica und es ist, wie soll man es anders sagen, heiß! Man sitz, läuft, isst, trinkt und derweil schwitzt man die ganze Zeit… egal ob am Tag oder in der Nacht. Zum glück haben wir nun ein Zimmer mit Klima-Anlage. Aber der Reihe nach:
Nach einer endlosen Reise von 22 Stunden kam ich am Abend in San José an und konnte endlich meine Ilona in die Arme schließen. Fast wäre ich allerdings nicht angekommen. Ich flog von Berlin, über Brüssel und New York, nach San José und ich wunderte mich schon, dass ich trotz meiner Zwischenlandung in New York in Berlin nicht weiter kontrolliert wurde. Dafür aber die Überraschung in Brüssel. Beim Boarding wurde ich gefragt, ob ich mich bei der ESTA (Electronic System for Travel Authorization) angemeldet hätte?! ESTA? Nie gehört… Das sei aber nötig sonst könnte man mich nicht boarden lassen. Man erklärte mir, wo es ein Computerterminal gab und dass ich noch 10 Minuten Zeit hätte. Ich raste durch das Flughafengebäude und schwang mich an das Terminal. Erst musste ich mit meiner Kreditkarte Guthaben kaufen und mich dann einloggen. Nach einigem suchen fand ich endlich die website und konnte mich, war dem Angeben vieler persönlicher Daten (damit Big Brother mich in Zukunft auch registriert hat), wieder auf dem Weg zu meinem Gate kurz bevor sie mich einfach da gelassen hätten.
In den USA ging der Spaß dann weiter. Über eine Stunde verbrachte ich mit der Einreise, wobei ich mich, als ich endlich an der Reihe war, gegenüber dem Grenzbeamten rechtfertigen musste, was ich denn arbeiten würde, dass ich 2 Monate Urlaub machen kann. Die Antwort: „Freelancer“ reichte ihm dabei nicht. Asshole!
In Costa Rica haben wir nun über Montezuma, Santa Teresa erreicht. Die ganze Gegend nennt sich Malpais. Santa Teresa ist ein typisches Surferdorf, dass sich mit seinen angrenzenden Stränden Playa Carmen und Playa Hermosa über mehrere Kilometer erstreckt. An der Hauptstraße reihen sich Hostels, Restaurants und Surfshops aneinander. Es ist nicht gerade ein natürliches Idyll, aber es herrscht eine entspannte Atmosphäre und ist genau das richtige um erstmal anzukommen und ein paar relaxte Tage mit surfen zu verbringen.
Dagegen waren die letzten Tage in Montezuma von ein paar abenteurlichen Erlebnissen geprägt…

Montezuma

Montezuma

Mehr darüber findet ihr auf Ilos Blog.

Haus am See?

Nee, nicht ganz, aber Muttern hat sich mit Norbert ein neues Haus zugelegt. Bisher hatte ich leider noch nicht die Möglichkeit es mir anzuschauen, aber nun nutze ich meinen Zwischenstopp in Deutschland um auch hier mal halt zu machen und das Haus zu begutachten.
Es ist ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jh und da die beiden es grad sanieren ist es nich gerade in einem vorzeigbaren Zustand.

Natürlich habe ich mich zum freiwilligen Dienst gemeldet und durfte heute Böden einreißen und Putz abschlagen. Eine riesen sauerei. Bilder folgen in Kürze ;)

die 2wei

Heute überascht mich überall die Zahl Zwei… was kann das nur bedeuten?












Esto es para ti mi amor!

Am heutigen Tage überraschte mich mein Bruder mit einer geplanten Radtour durch die Umgebung Stuttgarts. Es ging über allerlei Umwege, Anstiege und Abfahrten von Zuffenhausen zum Katzenbacher Hof.
Mit dabei waren mein Schwippschwager Florian und Jörg ein Freund meines Bruders. Obwohl ich seit einer ganzen Weile kein Fahrrad mehr gefahren bin, musste ich feststellen, dass mir das Höhentraining der letzten Monate ganz gut getan hat.

Die Saison ist vorbei… morgen gehts über Stuttgart nach hause! Ick freu mir.
Die Saison war spitze und Powder gab es bis zum letzten Tag :)

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